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Ein vollbesetzter Mehrzweckraum in der
Karl-Dehm Hauptschule in Schwabach, ein brandaktuelles Thema und
interessierte Eltern. Das war die Ausgangslage für einen speziell
für die Eltern gestalteten Informationsabend, zu dem die 1.
Vorsitzende des Fördervereins der KDS, Else Marthold, Rektor
Hans-Jürgen Fulde, sowie Frau Shalaby vom Elternbeirat luden.
„Jugend und Gewalt“, das Thema des Abends, über das
Polizeioberkommissar Dietmar Kocher von der Polizeidirektion
Schwabach, eindrucksvoll, detailbezogen und mit vielen Fallbeispielen
referierte. Ausgehend vom Begriff, was körperliche, psychische oder
verbale Gewalt ist, belegte Kocher anhand von vielen Beispielen aus
den Strafgesetzbuch die einzelnen Phasen von Gewalttaten, ausgehend
von der Nötigung bis hin zur räuberischen Erpressung und
gefährlicher Körperverletzung.
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Immer wieder staunten die Anwesenden
darüber, welch teils drastische Strafen sich bereits bei einer
Anzeige wegen Sachbeschädigung, sei es auch nur ein aus Spaß
gezeichnetes Graffiti von Jugendlichen, ergeben. Kocher referierte
über die Deliktfähigkeit der Jugendlichen, über die verschiedenen
Strafmaße, und zeigte am Fallbeispiel eines Films über Mobbing, wie
psychische Gewalt einen Straftatbestand darstellt. Anhand der
bayerischen Kriminalstatistik folgte eine Auflistung der Straftaten,
die in der Stadt Schwabach aktenkundig von Jugendlichen begangen
wurden. Polizeioberkommissar Kocher band in sein Referat immer wieder
die Eltern ein, die interessante Zwischenfragen stellten, auch
darüber, dass Sie bereits mit Gewalt im persönlichen Umfeld zu tun
hatten. Kochers Schlussresüme an die Erziehungsberechtigten: schauen
Sie nicht weg, kommen Sie ihren Erziehungsaufgaben hinsichtlich
ihrer Kinder verstärkt und täglich nach, denn Lehrer, Erzieher,
Polizei und Gerichte können nicht über das Schicksal
strafgefährdeter Jugendlicher alleine entscheiden – sie als Eltern
sind in der Prävention gefordert. Außerdem gab er allen Anwesenden
6 praktische Regeln nach Hause mit. Helfen Sie immer aber achten sie
auf ihren Eigenschutz, beobachten Sie Täter, holen Sie Hilfe oder
vertrauen Sie dem Notruf, kümmern sie sich um die Opfer und stellen
sie sich als Zeuge zur Verfügung. Stellen sie sich immer einen
Opfer-Tätertausch vor und sie werden dankbar sein, wenn auch ihnen
einmal im Notfall geholfen wird.
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| Foto: Aufmerksam und interessiert
folgen die Anwesenden den Ausführungen von Polizeioberkommissar
Dietmar Kocher
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Fotos: Roland H. R. Gössnitzer
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