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Infoabend "Jugend und Gewalt" an der KDS PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Text/Fotos: Roland Gössnitzer, Web: Jörg Schreiber   
Thursday, 11 February 2010

Ein vollbesetzter Mehrzweckraum in der Karl-Dehm Hauptschule in Schwabach, ein brandaktuelles Thema und interessierte Eltern. Das war die Ausgangslage für einen speziell für die Eltern gestalteten Informationsabend, zu dem die 1. Vorsitzende des Fördervereins der KDS, Else Marthold, Rektor Hans-Jürgen Fulde, sowie Frau Shalaby vom Elternbeirat luden. „Jugend und Gewalt“, das Thema des Abends, über das Polizeioberkommissar Dietmar Kocher von der Polizeidirektion Schwabach, eindrucksvoll, detailbezogen und mit vielen Fallbeispielen referierte. Ausgehend vom Begriff, was körperliche, psychische oder verbale Gewalt ist, belegte Kocher anhand von vielen Beispielen aus den Strafgesetzbuch die einzelnen Phasen von Gewalttaten, ausgehend von der Nötigung bis hin zur räuberischen Erpressung und gefährlicher Körperverletzung.

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Immer wieder staunten die Anwesenden darüber, welch teils drastische Strafen sich bereits bei einer Anzeige wegen Sachbeschädigung, sei es auch nur ein aus Spaß gezeichnetes Graffiti von Jugendlichen, ergeben. Kocher referierte über die Deliktfähigkeit der Jugendlichen, über die verschiedenen Strafmaße, und zeigte am Fallbeispiel eines Films über Mobbing, wie psychische Gewalt einen Straftatbestand darstellt. Anhand der bayerischen Kriminalstatistik folgte eine Auflistung der Straftaten, die in der Stadt Schwabach aktenkundig von Jugendlichen begangen wurden. Polizeioberkommissar Kocher band in sein Referat immer wieder die Eltern ein, die interessante Zwischenfragen stellten, auch darüber, dass Sie bereits mit Gewalt im persönlichen Umfeld zu tun hatten. Kochers Schlussresüme an die Erziehungsberechtigten: schauen Sie nicht weg, kommen Sie ihren Erziehungsaufgaben hinsichtlich ihrer Kinder verstärkt und täglich nach, denn Lehrer, Erzieher, Polizei und Gerichte können nicht über das Schicksal strafgefährdeter Jugendlicher alleine entscheiden – sie als Eltern sind in der Prävention gefordert. Außerdem gab er allen Anwesenden 6 praktische Regeln nach Hause mit. Helfen Sie immer aber achten sie auf ihren Eigenschutz, beobachten Sie Täter, holen Sie Hilfe oder vertrauen Sie dem Notruf, kümmern sie sich um die Opfer und stellen sie sich als Zeuge zur Verfügung. Stellen sie sich immer einen Opfer-Tätertausch vor und sie werden dankbar sein, wenn auch ihnen einmal im Notfall geholfen wird.

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 Foto: Aufmerksam und interessiert folgen die Anwesenden den Ausführungen von Polizeioberkommissar Dietmar Kocher Fotos: Roland H. R. Gössnitzer

 

 

 
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